Deutschland sagt, dass die Energiekrise eine Lehman-ähnliche Ansteckung auslösen könnte

  • Deutschlands Wirtschaftsminister warnt vor einem „Marktzusammenbruch“, wenn die Erdgaspreise weiter steigen.
  • Deutschland hat die zweite Stufe seines dreistufigen Notgasplans wegen Versorgungsängsten ausgelöst.
  • Das ist, nachdem Russland – unter Berufung auf einen technischen Grund – die Pipeline-Erdgaslieferungen nach Deutschland verlangsamt hatte.

Deutschland warnte davor, dass die Energiekrise des Landes einen „Lehman-Effekt“ im gesamten Versorgungssektor auslösen könnte, da es der Rationierung von Erdgas einen Schritt näher kommt.

Deutschland – Europas größte Volkswirtschaft – ist am Donnerstag in den zweiten seines dreistufigen Notgasplans eingetreten, nachdem Russland die Lieferungen an das Land verlangsamt hatte, was die Besorgnis über eine Energiekrise verschärfte. Diese Angebotsängste haben die europäischen Erdgas-Futures seit Jahresbeginn bereits um 85 % in die Höhe getrieben.

Im Rahmen der zweiten Stufe des deutschen Gasnotplans können Energieversorger Preiserhöhungen an die Kunden weitergeben. Die Regierung hält sich vorerst mit der Auslösung der Klausel zurück. Aber Habeck sagte, sie könnten eingreifen, wenn die Versorgungsknappheit und die Preiserhöhungen anhalten, da Energieversorger, die Strom auf dem Großhandelsmarkt kaufen, Verluste machen und viele dadurch letztendlich scheitern könnten.

„Wenn dieses Minus so groß wird, dass sie es nicht mehr tragen können, droht irgendwann der ganze Markt zusammenzubrechen – also ein Lehman-Effekt im Energiesystem“, sagte Bundeswirtschaftsminister Robert Habeck bei einer Pressekonferenz, nach a Bloomberg Übersetzung. Habeck bezog sich auf das Finanzdienstleistungsunternehmen Lehman Brothers, das 2008 inmitten der Subprime-Hypothekenkrise Insolvenz anmeldete – die sich ausbreitete und die globale Finanzkrise verursachte.

Erdgas macht etwa ein Viertel des Energiemixes des Landes aus, so die Wirtschaftsministerium. Etwa 35 % davon stammen aus Russland.

Der russische staatliche Gasriese Gazprom hat die Erdgaslieferungen über die Nord Stream-Pipeline nach Deutschland – die auch in den Rest Europas geht – seit letzter Woche um mehr als die Hälfte reduziert, unter Berufung auf einen Ausrüstungsstau in Kanada infolge von Sanktionen der Ukrainekrieg.

Die Kürzung trifft Deutschland jetzt vielleicht nicht mehr so ​​stark wie im Winter, weil der Konsum typisch ist Tröge im Sommer. Aber Europa ist jetzt mitten in einer sommerlichen Hitzewelle, die Erdgasnachfrage in die Höhe treiben für Kühlsysteme. Russlands Entscheidung, die Lieferungen abzuwürgen, wirft die Frage auf, wie sich die Region auf die entscheidenden Wintermonate vorbereiten kann, wenn der Verbrauch viel höher ist.

„Die Lage ist ernst und der Winter wird kommen“, warnte Habeck laut a Aussage vom Bundeswirtschaftsministerium. „Es wird ein steiniger Weg, den wir als Land jetzt gehen müssen. Auch wenn man es noch nicht so richtig spürt: Wir stecken in einer Gaskrise. Gas ist jetzt ein knappes Gut.“

Wenn sich die Situation verschlechtert, kann Deutschland im Rahmen des Plans als letztes Mittel mit der Rationierung von Gas beginnen, wie von skizziert das Wirtschaftsministerium des Landes. Der deutsche Branchenverband BDI sagte a


Rezession

unvermeidlich wäre, wenn die russischen Erdgaslieferungen gestoppt würden, Reuters am Dienstag gemeldet.

„Wir dürfen uns nichts vormachen: Die Unterbrechung der Gasversorgung ist ein wirtschaftlicher Angriff von Putin auf uns“, sagte er Habeck in einer Erklärung am Mittwoch. „Es ist eindeutig Putins Strategie, Unsicherheit zu schaffen, Preise in die Höhe zu treiben und uns als Gesellschaft zu spalten. Dagegen werden wir uns wehren.“